Märkische Werkstätten

Pädagogik

Die Märkischen Werkstätten sind eine diakonische Einrichtung der beruflichen Rehabilitation für Menschen mit Behinderungen, welche wegen Art und Schwere ihrer Behinderung nicht, noch nicht oder noch nicht wieder auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig sein können (§ 136 SGB IX, AFG ).

Als Grundlage richten sich die Märkischen Werkstätten bei der Ausübung ihrer Tätigkeit nach einem Menschenbild, das sich aus persönlichen Erfahrungen und Überlegungen gebildet hat. Unser Auftrag und Bemühen ist dabei, die Aussagen der Heiligen Schrift zum Motiv unseres gemeinsamen Handelns zu machen.

„Gott zeigt sich in jedem Geschöpf. Damit ist jedem Menschen eine unantastbare Würde als Einzelperson und als Glied der menschlichen Gemeinschaft zugesichert. Deshalb bemühen wir uns, in jedem Menschen Gott zu erkennen, das Liebenswerte zu sehen und den Menschen in seiner Ganzheit zu akzeptieren mit all seinen Stärken und Schwächen,“(Konzept der Märkischen Werkstätten.)

Wir leiten daraus folgende Aussagen für unsere Arbeit ab:

- jeder Mensch ist ein Individuum mit ihm eigenen Fähigkeiten, Möglichkeiten, Bedürfnissen und einer eigenen Lebensgeschichte.

- jeder Mensch ist eine Persönlichkeit in ständiger Veränderung. Unter günstigen Bedingungen entwickelt er sich aus eigener Kraft und Aktivität weiter.

- Jeder Mensch hat das Recht auf Hilfe zur Lebensgestaltung und Entwicklung der Persönlichkeit.

Da für jeden Menschen Arbeit ein wichtiger Bestandteil seines Lebens ist und die Eingliederung in das Arbeitsleben ein wesentlicher Beitrag zur Eingliederung in die Gesellschaft bedeutet, bieten die Märkischen Werkstätten Menschen mit Behinderungen Arbeitsplätze mit vielfältigen Arbeits- und Berufsbildungsmöglichkeiten an. Ein wichtiges gesellschaftliches Merkmal der Arbeit ist die Kooperation mit anderen Menschen. Deshalb wird die Arbeit in den Märkischen Werkstätten in Gruppen unterschiedlicher Größe angeboten. Ausgehend von der angebotenen Arbeit und den individuellen Fähigkeiten und Notwendigkeiten der zu betreuenden Menschen sind auch Einzelarbeitsplätze anzubieten. Gleichzeitig sind sie verpflichtet, dem einzelnen Menschen die zur Entwicklung seiner Persönlichkeit geeigneten Maßnahmen anzubieten.

Weiterhin verpflichten sich die Märkischen Werkstätten, den Menschen mit Behinderungen Dienstleistungen als Assistenz zur beruflichen Rehabilitation nach dem allgemein anerkannten Stand der pädagogischen Fachlichkeit unter dem Gesichtspunkt der individuellen Anforderungen sowie der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Anforderungen zur Verfügung zu stellen.

Durch die Gestaltung der angebotenen Rehabilitationsleistungen und deren Prozesse sowie durch die Organisation der Abläufe, der Aufbauorganisation der Märkischen Werkstätten und der Qualifikation der Fachkräfte wird eine gleichbleibend hohe Qualität dieser Dienstleistungen sichergestellt und ständig verbessert.

Die Basis der Werkstattarbeit ist ein produktives, erlösorientiertes Arbeitsangebot, das den Bedürfnissen der Menschen mit Behinderungen gerecht wird.

Damit jeder Beschäftigte einen seinen individuellen Gegebenheiten angepassten Arbeitsplatz erhält, müssen die Anforderungen durch die Arbeitstätigkeiten dem persönlichen Leistungsvermögen (physisch, psychisch, intellektuell) angepasst werden.

Gleichzeitig sind für die Menschen mit Behinderungen unter ihrer weitestgehenden Einbeziehung Förderpläne zu erstellen, die regelmäßig überprüft werden. Die Entwicklung ihrer Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten soll soweit wie möglich unterstützt und gefördert werden. Förderung kann dabei aber auch bedeuten, den erreichten Leistungsstand zu erhalten oder seine Regression zu verlangsamen.

Die Arbeitsbedingungen in den Märkischen Werkstätten sind dabei so zu gestalten, dass sie eine Weiterentwicklung der Persönlichkeit fördern, zur größtmöglichen Eigenverantwortung und Selbständigkeit in der Gemeinschaft führen, sowie letztlich Wege in reguläre Arbeitsverhältnisse auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt anbahnen und ermöglichen.

Dabei sind Voraussetzungen dafür geschaffen, dass Menschen mit Behinderungen aktiv an Entscheidungen, die sie betreffen, beteiligt sind.

Dementsprechend sind die einzelnen Zweigwerke, Bereiche, Gruppen, Angebote und Inhalte der Rehabilitationsarbeit bedarfs- und ressourcenorientiert gestaltet basierend auf der gesetzlichen Grundlage des SGB IX.

 

Kontakt

Märkische Werkstätten

Herr R. Borchert

Päd. Leiter und stellv. Werkstattleiter

Kölner Str. 152

58511 Lüdenscheid

Tel.: 02351.56788.27

Fax: 02351.56788.283

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